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Spielbericht

E1-Junioren am 13.04.2010
VfB Oberweimar - TSV Kromsdorf 2:2

13.04.2010



Paarung: VfB Oberweimar 1. – TSV Kromsdorf


Altersklasse: E – Junioren


Spielort: An der Falkenburg


Wettbewerb: Punktspiel


Endstand: 2:2 (0:1)


Aufstellung Oberweimar: 2 – 3 – 2


Tor




Philipp Arndt




Verteidigung


Richard Herzog


Mark Freyer

(Hannes Stockmann)

Mittelfeld


Anton Kruse

(Clemens Hartmann)

Leo Kilian

Simon Hennig

(Julius Beier)

Angriff


Christopher Döhmen

(Philipp Arndt)

Felix Worm

(Anton Kruse, WE)

Übungsleiter

Paul Linstedt, Stefan Reich, Eltern

Schon wieder ein Pflichtspiel. Dazu unter der Woche. Solche Aktionen des KFA sind immer wieder unverständlich. Egal, die Jungs waren da und wie immer hatten alle Bock auf Fußball. Wir standen Kromsdorf gegenüber, die neben Niederzimmern der stärkste Gegner in der Tabelle waren. Wir mussten kurzfristig einen Torwart beordern, weil unser starker Rückhalt vom Sonntag leider verletzungsbedingt ausfiel. Die Wahl fiel auf Philipp, der darüber zunächst gar nicht glücklich war. Doch mit entsprechender Zuwendung und einem Versprechen stellte er sich hinten rein. Überhaupt war es enorm hektisch rund um die Falkenburg: Lutz’ C – Junioren trainierten auf einer Hälfte, wir spielten auf der anderen und nebenan auf der Wiese die F1, die sich mit uns die Halle zum Umziehen teilte.

Die Aufstellung hatte sich nicht besonders stark verändert und der VfB agierte von Beginn an stark. Drei Mädels des 98’er Jahrgangs (entsprechend körperlich gewachsen) stellten anfangs eine unüberwindbare Hürde dar, doch schnell fanden unsere Kerls deren Schwächen heraus: bei einigen von ihnen waren technische Mängel zu sehen und unsere kleinen, flinken Wuseler konnten sie mit wenigen Körpertäuschungen einfach stehen lassen. Ansonsten waren wir richtig schockiert über das schwache Auftreten von Kromsdorf. Zur Halbzeit stand es zwar 0:1 (einer der vielleicht vier schnellen Konter kam an unserer Abwehr vorbei und fand auch nur mit unserer Hilfe den Weg ins eigene Tor), doch bis zum Neunmeterraum waren wir die spielbestimmende Mannschaft mit den besseren Torchancen. Wir brauchten einige Zeit um festzustellen, dass hohe Flankenbälle schlicht und ergreifend erfolglos waren und schnelle, flache Pässe das bessere Rezept darstellte. Richard und Mark fingen bis auf das Gegentor allein durch ihr Stellungsspiel und ihre Laufbereitschaft viele Bälle ab und machten ein Superspiel. Anton wirbelte und sorgte nicht zuletzt durch einwandfreie Ballbehandlung für Druck. Durch seine Technik, gepaart mit seiner Pferdelunge und dem bissigen Zweikampfverhalten ist er der Allroundspieler, dessen Anwesenheit immer spürbar ist. Leo spielte einen defensiven spielmachenden 10er und ist faktisch nicht vom Ball zu trennen, es sei denn, er schießt ihn aufs gegnerische Tor. Auch unsere Stürmer sorgten für Entlastung.

In der zweiten Halbzeit gab es keinen Leistungseinbruch. Ganz im Gegenteil: Wir machten hier entgültig das Spiel. Nachdem die Trainer das Versprechen an Philipp eingelöst hatten (er spielte nun im Angriff) dankte er es ihnen mit einen tollen Tor aus halbrechter Position. An diesem Schuss ins lange Eck gab es nichts zu halten für die riesige Torfrau. Nur unwesentlich später jagte Leo auf den Strafraum der Gäste zu und zog einfach mal ab. Zum Glück fälschte Clemens den Ball unhaltbar ins Tor ab, wäre der Schuss doch wahrscheinlich in den Händen der Keeperin gelandet. Und wieder einmal hatten unsere Jungs einen anfänglich geglaubten Favoriten am Rande einer Niederlage. Zwischenzeitlich sah man auch, dass sich zwischen bestimmten Spielern langsam aber sicher so etwas wie Laufwege entwickeln. Einer unserer größten Stärken ist allerdings unsere Auswechselbank. Wir können jeden Spieler mindestens gleichwertig ersetzen.

Aber am Ende passierte uns wieder dieser spielentscheidende Fehler, wo jeder Trainer eigentlich einfach nur weinen oder ausrasten kann. In wirklich allerletzter Minute gelang den Gegnern der Treffer zum 2:2. Hannes war wie ein klassischer Außenverteidiger mit aufgerückt und machte generell ein überragendes Spiel und bei diesem Konter nicht verfügbar. Der Fehler resultiert hier auch nicht aus den Gegentoren oder deren Entstehung. Die Kinder lernen offensiv Fußball zu spielen und sollen durch Torraumszenen und Angriffsfußball Spaß am Spiel haben, soweit korrekt. Aber bei gefühlten fünfzig Chancen müssen einfach vorn mehr Tore fallen! So erledigt sich nämlich die Frage nach den Gegentoren, denn aus denen lernt man ja wiederum.

Zuletzt noch ein Riesenlob an unseren Jungschiedsrichter Valentin Päthe, der sein erstes Spiel mit derartiger Coolness pfiff, als hätte er nie etwas anderes getan. Im Spiel der F1 leitete übrigens ein weiterer Nachwuchsschiri, Philipp Töpfer, die Partie. In Oberweimar kümmert man sich eben nicht nur um die Spieler.


Torschützen: 1x Philipp Arndt (2. Ligator), 1x Clemens Hartmann (3. Ligator)


P.L.


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