E1-Junioren am 08.05.2010
SPU Bad Berka 2. - VfB Oberweimar 0:6
08.05.2010
Paarung: SPU Bad Berka 2. -VfB Oberweimar 1.
Altersklasse: E – Junioren
Spielort: Waldstadion, Bad Berka
Wettbewerb: Punktspiel
Endstand: 0:6 (0:2)
Aufstellung Oberweimar: 2 – 3 – 2
Tor
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Philipp Arndt |
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Verteidigung
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Julius Beier |
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Frieder Zinkel |
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Mittelfeld
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Anton Kruse |
Mark J. Freyer
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Christopher Döhmen |
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Angriff
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Simon Hennig |
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Leon Staniszewski |
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Übungsleiter |
Paul Linstedt, Stefan Reich, Eltern |
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Sehr früh mussten unsere Kerls am Samstagmorgen aus den Federn um ihr Pflichtspiel gegen den Staffelkonkurrenten aus Bad Berka zu bestreiten. Nur fünf Kinder standen rechtzeitig am Treffpunkt und manchen fällt das Einhalten des Termins leider immer noch schwer. Insgesamt sechs Spieler mussten „ersetzt“ werden, was bei einem Kader von dreizehn Kindern nicht möglich ist. So holten wir Frieder von der E2 aus dem Bett, die dummerweise noch dazu einen schweren Gegner hatte. Doch die 2. füllt die 1. nun einmal in Notsituationen auf.
Aber die Jungs wollten anscheinend einfach nur Fußballspielen und es war ihnen egal, mit wie vielen Mannschaftskameraden. Deshalb gingen wir zunächst mit sechs Feldspielern an den Start, weil Frieder noch in der Umkleide war. Bad Berka hatte ähnliche Schwierigkeiten und verstärkte ihre Reihen mit zwei bezirksligaerfahrenen Kindern aus der A – Mannschaft und einer Spielerin vom USV Jena. In den Minuten in Unterzahl sah es auch so aus, als würden wir heute nicht über die Mittellinie gelangen und wirkten zunächst überfordert mit der Lücke in der eigenen Verteidigung. Gemäß einer umfassenden, ganzheitlichen Ausbildung war Julius heute mal nicht im Angriff und spielte als rechter Innenverteidiger, obgleich er sich selbst schlechter einschätzte als die Trainer. Bis auf seinen etwas behäbigen Antritt erfüllte er alle Kriterien, die einen Defensivspieler ausmachen (er grätschte, klärte die gefährlichen Bälle souverän und baute auch mal das Spiel von hinten auf). Eine bessere Umsetzung hätte wir uns nicht vorgestellt. Frieder agierte zu seiner Linken und war in den meisten Situation die Sicherheit in Person. Er fügte sich mal wieder nahtlos ein, vor allem weil er auch wusste, dass seine Mitspieler sich auf ihn verließen. Generell herrschte in unserer Mannschaft eine sehr optimistische Einstellung und jeder spielte für den Anderen, so wie es sein sollte. Unser Mittelfeld bescherte den „Einheitianern“ in der 4. Minute die erste gefährliche Situation. Von da an hatten wir die Zügel in der Hand und wollten das erste Tor. Leon hatte einen schweren Kontrahenten auf der linken Flügelposition (einen Spieler aus der ersten Mannschaft) und forderte diesem alles ab. Insbesondere seine Fähigkeit, Spielzüge zu eröffnen, lange Bälle technisch stark zu verarbeiten und seine uneigennützige Spielweise machten ihn zu einem der wertvollsten Spieler. Aber an seiner Fairness seinem Gegenspieler gegenüber muss er unbedingt arbeiten. Er handelte sich eine gelbe Karte ein, als er das Mädel vom USV in der zweiten Halbzeit äußerst unsanft von den Beinen holte. Da kennt er absolut keine Freunde. Streckenweise spielten die Berkaer aber auch sehr körperlich und wussten sich oft nicht anders zu helfen, als unsere Kinder, teilweise von hinten, zu fällen. Vor allem gegen unseren Wirbelwind Christopher.
Nach sieben Minuten stand Simon nach einem Torschuss goldrichtig und schob den Ball am Torwart vorbei ins Eckige. Kurze Zeit später machte Chrissi das, was einen Topspieler ausmacht: Er zog kaltschnäuzig aus fünfzehn Metern ab, der Ball setzte auf dem nassen Rasen unberechenbar auf und landete im Netz. Jetzt entwickelte sich ein Sturmlauf und wir schafften es durch geschicktes Stellungsspiel, die Bälle des Gegners schon vor der eigenen Hälfte abzufangen und wieder ins Rollen zu bringen. Die Gegner hatten Glück, dass wir zwei Mal Aluminium trafen und uns auch beim Freistoß im Weg standen. Oftmals versuchen wir halt noch unsere Sache schwerer zu machen, als sie ist (Folgende Situation: Mark und Simon stehen sich fast auf den eigenen Füßen herum und spielen sich den Ball aus einem Meter Entfernung zu).
Aber: Kinder machen keine Fehler sondern sammeln Erfahrung und sogar aus diesem 6:0 – Sieg können wir besagte Erfahrung und Zufriedenheit mitnehmen. Auch die Tatsache, dass wir trotz sechs Ausfällen fähig sind unser Spiel konsequent aufzuziehen, ist eine Stärke, die sich schon früher abgezeichnet und heute wieder bestätigt hat. Mit etwas Glück wäre das Spiel zweistellig ausgegangen. Julius wechselte in der 2. Halbzeit mit Leon die Position und schoss noch zwei Tore. Auch Anton als unser Käpt’n drehte kurz vor Schluss noch mal richtig auf. Seine hervorragende Technik setzte er genau in den Momenten ein, in denen sie wichtig war. Zwischen seinem Schuss zum 6:0 passte nur (und auch nur) der Ball durch. Einfach Spitze. Mark spielte wie immer mit höchstem Einsatz und war einfach überall präsent.
Lange Rede kurzer Sinn. Ein ansehnliches Spiel unserer, aber auch der Berkaer Mannschaft, die mit ein wenig mehr Cleverness auch zwei Tore hätten machen können. So kann das Wochenende beginnen.
Torschützen: 2x Julius Beier, 2x Anton Kruse, 1x Christopher Döhmen, 1x Simon Hennig
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