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Spielbericht

E2-Junioren am 30.09.2012
VSG Union Weimar-Nord - VfB Oberweimar 2:0

Es gewinnt nicht immer die bessere Mannschaft!

Die Geschichte des Spiels gegen Weimar Nord ist schnell erzählt. Fast über das gesamte Spiel drängten wir unseren Weimarer Nachbarn in die eigene Hälfte, ein regelrechter Dauerdruck, der aufgrund unseres gut durchdachten Kombinationsfußballs und einer erstaunlichen Passsicherheit zustande kam. Im Grunde lieferten wir ein sehr gutes Spiel ab, spielten leidenschaftlich nach vorne und hätten eigentlich als verdienter Sieger vom Platz gehen müssen. Doch wir verwerteten keine unserer zahlreichen hochkarätigen Chancen. Stattdessen fiel bei einem der sporadischen Konter das 0:1, als ein Ball von hinten heraus weit nach vorne geschlagen wurde und der vor unserem Strafraum das Spiel über wartende Spieler dankbar einschoss. Das 0:2 kurz vor Schluss resultierte aus nach einen Abpraller.

Weimar Nord agierte mit einer bemerkenswerten und aus früheren Spielen altbekannten Taktik: 6 Spieler verteidigen den eigenen Strafraum, während ein, manchmal das Spiel, manchmal den Himmel oder auch die Bäume betrachtender Junge 35 Meter vom Spielgeschehen entfernt fast an unserem Strafraum stand und auf vorgeschlagene Bälle wartete. Die kamen natürlich in schöner Regelmäßigkeit, wurden jedoch fast immer von unseren Abwehrspielern abgefangen oder abgelaufen. Der eine der durchrutschte war dann gleich das Tor.

Unsere Mannschaft versuchte, sich spielerisch und mit Kombinationsfußball dem Tor zu nähern, was auch bis zum Strafraum sehr gut klappte, im Abschluss jedoch waren meist zu viele Beine im Wege, und letztlich hatten wir auch noch das dazugehörige Pech.

Betrachten wir einmal jedes einzelne Kind unserer Mannschaft beim Spiel gegen Weimar Nord:

Wieland: War als Torwart nahezu beschäftigungslos. Beim 0:1 machtlos, weil der Stürmer alleine vor ihm auftauchte, beim 0:2 Billardtor ebenfalls ohne Chance.

Jasper: Gewann fast alle defensiven Zweikämpfe, lief etliche Bälle ab und leitete mit genauen Pässen viele Angriffe ein. Dazu ein sehr gekonntes rotieren zwischen seinen Aufgaben als letzter Mann und dem Umschalten zum vorderen Mittelfeldspieler. Nur überwunden durch hohe Bälle, die über ihn hinweg flogen.

Simon: Bälle unkontrolliert wegschlagen ist ein Fremdwort für ihn, er versuchte, alle Aktionen spielerisch zu lösen, was meist gelang. War auf der rechten Seite ein zuverlässiger Kombinationsspieler, lief oft bis zur Grundlinie und versuchte zu flanken. War dann blitzschnell wieder hinten.

Julius: Ähnlich zweikampfstark wie Jasper, beackerte offensiv seine linke Seite das gesamte Spiel lang, mit etlichen Doppelpässen und zwei Großchancen. Passsicher und immer mit dem Blick für den besser postierten. Souverän seine Körperdrehungen bei defensiver Balleroberung.

Gabriel: Kaum zu bremsen. Mit einer sehr starken Ballbehandlung und durchdachten Pässen in die Tiefe. Ließ kaum einen Spieler an sich vorbei, stieß bei Balleroberung sofort in den freien Mittelfeldraum und hätte mit seinen beiden tollen Schusschancen ein Tor verdient gehabt. Der Antreiber.

Max: Lief enorm fiel und zwar über den gesamten Platz. Mit hohem Einsatz und ungeheuerem Kämpferherzen, holte sich viele Bälle auf Höhe des gegnerischen Halbfeldes und kombinierte sich mit Simon, Giuseppe und Gabriel oft bis zur Grundlinie durch.

Adrian: Perfekte Ballannahmen, mit Mut und Zug zum Tor und mit Julius auf links ständig anspielbar und torgefährlich. Hatte oft drei Gegenspieler, kam dennoch zu einigen guten Chancen.

Giuseppe: Kreiste wie ein Handballer ums gegnerische Tor, immer verfolgt von zwei, drei Gegnern. Im 1vs.1 nahezu unbezwingbar, erst der dritte Gegenspieler vermochte ihn zu stoppen. Immer auf Ballhöhe, passsicher und stets gefährlich. Hatte Pech, als sein genauer Schuss gerade so noch abgewehrt wurde. Arbeitete auch viel nach hinten und fing einige Bälle frühzeitig ab.

Luis: Kam in der zweiten Halbzeit und hielt seinen Gegenspieler mächtig auf Trab. Setzte sich ein ums andere mal hervorragend durch und war stets anspielbar. Blockierte Laufwege des Gegners und schuf somit Freiraum für seine Mitspieler.

Ole K.: Auch er fügte sich nach seiner Einwechslung gut ins Spiel ein und hatte sogar die Ausgleichschance auf dem Fuß. Fazit: Bei einem 0:2 kann man mit dem Ergebnis nicht zufrieden sein, wohl aber mit der Spielanlage, sowie den individuellen Fähigkeiten, die jedes Kind in diesem Spiel gezeigt hat. Sie haben mutig gespielt und gegen einen Gegner verloren, der sich nun an der Spitze der Tabelle sonnen kann.

Aufstellung: VfB Oberweimar / E2: Wieland – Julius – Jasper – Simon – Gabriel – Adrian – Giuseppe – Max

Auswechslungen: Luis für Adrian, Ole K. für Gabriel, Adrian für Max

Besonderes Ereignis: Zeitspiel auf Anweisung der Trainer ist auch eher selten im Kinderfußball.

Harald Löwy

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